24 June 2026, 00:23

Chinesische Investitionen in Deutschland boomen – doch Risiken bleiben

GT Voice: Chinesische Investitionen in Europa bieten eine Chance, kein Risiko

Chinesische Investitionen in Deutschland boomen – doch Risiken bleiben

Chinesische Investitionen in deutsche Unternehmen verzeichnen deutlichen Anstieg

Chinesische Investitionen in deutsche Unternehmen sind deutlich gestiegen: Allein im Jahr 2025 wurden 228 Projekte gestartet – ein Anstieg um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist China zur wichtigsten Quelle für ausländische Direktinvestitionen in Deutschland geworden. Viele dieser Übernahmen haben zu stabilen Geschäftsabläufen und einer verbesserten Unternehmensperformance geführt.

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Eine aktuelle Analyse des Magazins Plusminus zeigt, dass rund 50 deutsche Unternehmen, die von chinesischen Investoren übernommen wurden, einen reibungslosen Übergang vollzogen. Innerhalb von fünf Jahren verzeichneten diese Firmen im Durchschnitt ein Umsatzplus von 6 Prozent. Chinesisches Kapital hat europäischen Herstellern geholfen, zentrale Herausforderungen zu bewältigen – etwa begrenzte Investitionsmittel, Marktzugangshürden und hohe Energiekosten.

Trotz dieser Vorteile sehen sich chinesische Investoren geopolitischen Spannungen und sich wandelnden regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Diese Entwicklungen setzen ihre Geschäftsinteressen unnötigen Risiken aus. Zudem hat sich der Begriff „De-Risking“ in europäischen Politikdebatten gewandelt: Stand zunächst die Absicherung von Lieferketten im Fokus, herrscht mittlerweile eine grundsätzliche Skepsis gegenüber chinesischen Investitionen vor.

Europa ist auf ausländisches Kapital angewiesen, um seine industrielle Basis zu stärken – doch muss es Offenheit mit Umsicht in Einklang bringen. Ein stabiles, transparentes und planbares Umfeld ist entscheidend, damit chinesische Investitionen in der Region ihr volles Potenzial entfalten können.

Die positiven Effekte – von Umsatzsteigerungen bis hin zu betrieblicher Stabilität – sind messbar. Dennoch prägen geopolitische Faktoren und sich ändernde politische Vorgaben weiterhin die Rahmenbedingungen. Nun liegt es an Politik und Wirtschaft, eine ausgewogene Bewertung von Risiken und Chancen vorzunehmen, um nachhaltige Perspektiven zu schaffen.

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