Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufe ab 2026
Karl-Peter MöchlichenBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufe ab 2026
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen und soll ihnen den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Gesetzentwurf eingebracht, der am Donnerstag mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Grünen verabschiedet wurde.
Im Mittelpunkt des Gesetzes steht die Bürokratieabbau im Anerkennungverfahren. Durch standardisierte und digitalisierte Abläufe soll es Fachkräften künftig leichter fallen, schneller in den Beruf einzusteigen. Eine zentrale Neuerung sieht vor, dass Bundesländer die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung prüfen dürfen.
Bei der Abstimmung im Bundestag stimmten die Koalitionsfraktionen und die Grünen für das Gesetz, während die AfD dagegen votierte und die Linke sich der Stimme enthielt. Bevor die Reform in Kraft treten kann, muss nun der Bundesrat zustimmen. Bei einer Verabschiedung sollen die neuen Regeln am 1. November 2026 in Kraft treten.
Ziel des Gesetzes ist es, Wartezeiten für ausländische Fachkräfte im Gesundheitswesen zu verkürzen, die in Deutschland eine Anerkennung ihres Abschlusses anstreben. Durch die Standardisierung und Digitalisierung des Verfahrens erhofft sich die Bundesregierung eine schnellere Integration qualifizierter Arbeitskräfte. Der letzte Schritt liegt nun beim Bundesrat, bevor die Reform umgesetzt werden kann.






