Bundesländer planen Notfallreserve für Stromnetze nach Sabotageangriffen
Karl-Peter MöchlichenBundesländer planen Notfallreserve für Stromnetze nach Sabotageangriffen
Bundesländer schlagen nationale Reserve für Bau- und Reparaturmaterial vor
Die Innenminister der deutschen Bundesländer haben die Einrichtung eines Nationalen Lagerbestands für Bau- und Instandsetzungsmaterial vorgeschlagen. Die Initiative soll Notfallreparaturen beschleunigen und kritische Infrastruktur vor wachsenden Bedrohungen schützen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Stromversorgung.
Der Vorstoß erfolgt nach dem Sabotageanschlag auf die Berliner Stromnetze im Januar, durch den zehntausende Haushalte tagelang ohne Elektrizität auskommen mussten. Die Behörden wollen künftig ähnliche Störungen verhindern.
In der Reserve sollen lebenswichtige Komponenten für die Stromnetze vorgehalten werden, darunter Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme. Der Materialvorrat würde helfen, beschädigte Infrastruktur zügig wiederherzustellen.
Die Länder fordern zudem bundesweite Maßnahmen: Neue Gesetze sollen Genehmigungsverfahren für Schwer- und Großraumtransporte in Krisenzeiten beschleunigen, um essenzielle Materialien schneller dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werden.
Ziel der Reserve ist es, Schwachstellen in Lieferketten zu verringern und die Reaktionsfähigkeit bei Angriffen auf Schlüsselsysteme zu erhöhen. Die Maßnahmen sollen Deutschlands Widerstandsfähigkeit gegenüber Infrastrukturausfällen stärken.
