Britische Bauwirtschaft 2024: Erholung trotz explodierender Materialkosten
Karl-Peter MöchlichenBritische Bauwirtschaft 2024: Erholung trotz explodierender Materialkosten
Die britische Bauwirtschaft zeigt 2024 Anzeichen der Erholung. Der Wohnungs- und Gewerbebau verzeichneten nach einem langen Abschwung wieder Wachstum bei Umsätzen und Neuaufträgen. Steigende Materialkosten belasten die Branche jedoch weiterhin.
Im Wohnungsbau zeichnete sich im April 2024 eine Wende ab: Die Umsätze stiegen nominal um 7,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Neuaufträge um 8,9 % zunahmen. Trotz dieser monatlichen Verbesserung lag der Umsatz in den ersten vier Monaten 2024 noch 4,6 % unter dem Niveau von 2023.
Auch der Gewerbebau entwickelte sich positiver – die Umsätze kletterten im April 2024 um 6,8 %, die Neuaufträge legten um 2,6 % zu. Der öffentliche Bau trug zur Belebung bei, da staatliche Stellen im April 2,2 % mehr Aufträge vergaben als im März.
Insgesamt blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April 2024 im Vergleich zu 2023 jedoch stabil. Der Tiefbau war der stärkste Wachstumstreiber und stieg in allen drei Hauptsegmenten des Bausektors. Branchenweit erhöhten sich die Neuaufträge in den ersten vier Monaten 2024 um 1,8 % im Vorjahresvergleich.
Die Materialkosten explodierten derweil: Allein der Bitumenpreis stieg im Mai 2026 um 31,2 % – ausgelöst durch Konflikte in der Straße von Hormus. Auch Holz, Metalle und mineralische Baustoffe verbuchten deutliche Preissprünge.
Fazit: Die Bauwirtschaft zeigt gemischte, aber verbesserte Trends. Wohnungs- und Gewerbebau haben sich in den letzten Monaten erholt, während die hohen Materialkosten weiterhin eine Herausforderung darstellen. Die Erholung verläuft ungleichmäßig, mit dem Tiefbau als Wachstumsmotor der Branche.
