15 March 2026, 20:41

Brenntag-Aktie unter Beschuss: Jefferies stuft auf "Underperform" ab und senkt Kursziel

Ein Computerbildschirm, der eine farbenfrohe Börsenchart mit verschiedenen Texten und Datenpunkten anzeigt.

Brenntag-Aktie unter Beschuss: Jefferies stuft auf "Underperform" ab und senkt Kursziel

Brenntag SE unter Druck: Jefferies stuft Aktie auf "Underperform" herab

Der weltweite Marktführer für Chemiedistribution, Brenntag SE, steht erneut unter Druck, nachdem die US-Investmentbank Jefferies die Aktie auf "Underperform" herabgestuft hat. Die Entscheidung fällt in eine Phase schwacher Nachfrage, steigender Kosten und uneinheitlicher Analystenbewertungen. Am 13. März 2026 schloss der Kurs bei knapp 49 Euro – eine Erholung blieb in den folgenden Tagen aus.

Jefferies setzte das Kursziel auf 42 Euro fest und signalisiert damit ein mögliches Minus von 15 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand von 49,20 Euro. Zwar verzeichnete die Aktie zwischenzeitlich leichte Gewinne – etwa ein Plus von 2,04 Prozent auf 47,63 Euro am 12. März, nachdem Goldman Sachs die Einstufung "Buy" beibehielt –, blieb aber im März weitgehend seitwärts zwischen 47 und 49 Euro gefangen.

Analysten verweisen auf anhaltende Herausforderungen für Brenntag, darunter eine schwache Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Automobil und Bau. Die jüngsten Quartalszahlen offenbarten zudem Margenschwächen, verursacht durch steigende Einkaufskosten und verhaltenes Volumenwachstum. Trotz Markanteilsgewinne durch Übernahmen bleibt organisches Wachstum weiter aus.

Das Geschäftsmodell von Brenntag profitiert zwar von Preisschwankungen bei Chemikalien, ist aber gleichzeitig hochgradig anfällig dafür. Die starke operative Hebelwirkung führt dazu, dass selbst geringe Volumenänderungen die Ergebnisse vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) spürbar beeinflussen. Zwar könnten Spezialchemikalien 2026 ein moderates Volumenwachstum antreiben, doch die allgemeine Branchenflaute belastet weiterhin die Performance.

Neben Jefferies haben auch die Deutsche Bank und Warburg Research ihre Bewertungen auf "Halten" gesenkt – ein Zeichen für die zurückhaltende Stimmung unter den Analysten.

Die Brenntag-Aktie bleibt unter Druck und notiert nach der Herabstufung durch Jefferies weiterhin bei rund 49 Euro. Das Unternehmen kämpft weiterhin mit Gegenwind durch schwache Nachfrage, steigende Kosten und ein schwieriges Marktumfeld. Die meisten Analysten erwarten nur begrenztes Aufwärtspotenzial – die Mehrzahl der Bewertungen reicht von vorsichtig bis pessimistisch.

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