Braunschweigs Großer Hof wird zum lebendigen Kreativquartier umgestaltet
Trudel RuppersbergerBraunschweigs Großer Hof wird zum lebendigen Kreativquartier umgestaltet
Braunschweigs Großer Hof steht vor einem radikalen Wandel nach Jahren des Stillstands
Nächsten Dienstag stimmt der Stadtrat über einen 60-Millionen-Euro-Rekonzept für das lang vernachlässigte Viertel ab. Ziel der Stadt ist es, den bisher kaum genutzten Bereich in ein lebendiges Kreativ- und Wohnquartier zu verwandeln.
Seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg im Jahr 1980 hat sich im Großer Hof kaum etwas verändert. Durch die Schließung zweier Schulen und eine Überzahl an Parkplätzen wirkt das Viertel heute wie erstarrt. Nun soll es als städtebauliches Sanierungsgebiet neu belebt werden.
Grundlage für das Projekt ist ein preisgekröntes Entwurfskonzept eines Hamburger Architekturbüros, das 2024 in einem Wettbewerb siegte. Vorgesehen sind ein autoreduziertes Kreativquartier mit Wohnraum, einem Quartiersgarage und Grünflächen. Zudem sind die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen sowie soziale Infrastruktur geplant.
Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Quellen zusammen: Die Stadt stellt 7,9 Millionen Euro bereit und beantragt zusätzliche Mittel über das Bundes-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Die restlichen Kosten werden durch städtebauliche Fördergelder von Land und Bund gedeckt.
Bei einer Zustimmung wird der Großer Hof zu einem modernen, gemischt genutzten Stadtteil umgestaltet. Die 60-Millionen-Investition soll neuen Wohnraum, Kulturflächen und aufgewertete öffentliche Bereiche schaffen. Die Stadt erhofft sich davon langfristig mehr kreative Impulse und eine nachhaltige Entwicklung für das Viertel.






