Braunschweig prüft Hilfen für Händler nach jahrelangen Baustellen-Problemen
Karl-Peter MöchlichenBraunschweig prüft Hilfen für Händler nach jahrelangen Baustellen-Problemen
Der Stadtrat von Braunschweig hat Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen langfristiger Bauarbeiten auf lokale Unternehmen abzumildern. Ein Antrag zur Wiedereinführung des Baustellenfonds wurde von der BIBS-Gruppe und Robert Glogowski eingebracht. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die Störungen, die durch andauernde Projekte in zentralen Stadtteilen verursacht werden.
Langanhaltende Bauarbeiten am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße haben den Handel beeinträchtigt, indem sie den Fußgängerverkehr reduzierten und Parkplätze sowie Zufahrtswege blockierten. Während der Ratssitzung setzte sich Glogowski vehement für die Rückkehr des Fonds ein, um betroffene Händler zu unterstützen.
Kurz vor der Sitzung brachten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen einen letzten Änderungsantrag ein. Dieser forderte eine Bewertung, wie die Unterstützung für Unternehmen, die unter langwierigen Bauarbeiten leiden, verbessert werden kann – unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus früheren Projekten. Die Prüfung soll frühere Maßnahmen analysieren, finanzielle und nicht-finanzielle Hilfsinstrumenten entwickeln und klare Regeln für deren Einsatz festlegen.
Der Änderungsantrag wurde angenommen und modifizierte damit Glogowskis ursprünglichen Antrag. Einige Ratsmitglieder, darunter Stefan Wirtz von der AfD, kritisierten das Tempo der Änderungen als zu langsam. Die Ergebnisse der Bewertung werden vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 an die zuständigen Ausschüsse weitergeleitet.
Die Entscheidung des Rates leitet eine Überprüfung ein, die darauf abzielt, Unternehmen während Bauphasen besser zu unterstützen. Die Erkenntnisse daraus werden künftige Förder- und Hilfsprogramme prägen. Lokale Händler könnten nach Abschluss der Bewertung von neuen Maßnahmen profitieren.
