Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel und Haushaltskürzungen
Trudel RuppersbergerBrandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel und Haushaltskürzungen
Brandenburg kämpft mit dem schlimmsten Lehrkräftemangel aller Zeiten
Die Schulen im Land haben das aktuelle Schuljahr mit zu wenig Personal begonnen – und die Lage verschärft sich weiter. Haushaltskürzungen und steigende Schülerzahlen machen die Situation für Pädagogen und Verantwortliche noch schwieriger.
Seit Beginn des Schuljahres steht das Bildungssystem unter Druck. Weil zu wenige Lehrkräfte zur Verfügung stehen, führte die Landesregierung eine Notmaßnahme ein: Ab dem zweiten Halbjahr müssen alle Beschäftigten eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten.
Doch die Haushaltsplanung für 2025 verschärft die Krise weiter: 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich wurden gestrichen. Bildungsminister Gordon Hoffmann räumte ein, dass diese Kürzungen es unmöglich machen werden, im kommenden Jahr den vollen Personalbedarf für die vorgeschriebenen Unterrichtsstunden zu decken. Trotz des Mangels liegen jedoch keine konkreten Zahlen vor, wie viele neue Lehrkräfte bisher eingestellt wurden.
Hoffmann hat Reformen angekündigt, die die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler verbessern sollen. Doch das nächste Jahr bringt nicht nur Rekordschülerzahlen mit sich, sondern auch den schwersten Lehrkräftemangel, den Brandenburg je erlebt hat.
Die Streichung von Stellen kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Schulen müssen mehr Schüler mit weniger Personal als je zuvor bewältigen. Ohne zusätzliche Einstellungen oder finanzielle Änderungen ist kaum mit einer Besserung zu rechnen, bevor das nächste Schuljahr beginnt.






