Brandenburg plant 24/7-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen
Karl-Peter MöchlichenBrandenburg plant 24/7-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen
Brandenburg wird voraussichtlich das nächste deutsche Bundesland, das vollautomatisierte, personalfreie Supermärkte zulässt. Die Koalitionsregierung hat gesetzliche Änderungen auf den Weg gebracht, um den Betrieb dieser "Smart Stores" rund um die Uhr zu ermöglichen. Mit dem Vorstoß soll der Zugang zu Grundgütern in ländlichen Regionen verbessert werden, wo traditionelle Läden oft kaum überlebensfähig sind.
Die geplanten Novellen würden Mini-Supermärkte erlauben, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zu öffnen. Bisher dürfen Brandenburgs Geschäfte von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet bleiben, wobei nur sechs Sonn- oder Feiertage im Jahr für Sonderöffnungszeiten genutzt werden dürfen. Die neuen Regeln richten sich gezielt an ländliche Gemeinden, in denen herkömmliche Supermärkte häufig mit wirtschaftlichen Problemen kämpfen.
Sozialminister René Wilke (SPD) unterstützt die Änderungen und argumentiert, sie würden es Anwohnern erleichtern, Alltagsprodukte vor Ort zu kaufen. Der Ministerrat hat den Gesetzentwurf bereits gebilligt, doch steht noch die Debatte und die endgültige Abstimmung im Landtag aus.
Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für personalfreie, automatisierte Läden eingeführt. Die SPD/CDU-Koalition in Brandenburg hofft, dass der Schritt Versorgungslücken auf dem Land schließt – ohne dass ständig Personal vor Ort sein muss.
Wird das Gesetz verabschiedet, dürfen vollautomatisierte Geschäfte ohne zeitliche Beschränkungen betrieben werden. Für ländliche Bewohner würde der Einkauf von Lebensmitteln und Grundgütern deutlich einfacher. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Brandenburgischen Landtag.






