28 June 2026, 12:23

Berlin sucht verzweifelt nach kühlen Orten – doch viele Kirchen bleiben verschlossen

Berliner Kirchen bieten külhle Erholung

Berlin sucht verzweifelt nach kühlen Orten – doch viele Kirchen bleiben verschlossen

Berlin steht in der Kritik: Zu wenige kühle öffentliche Räume bei Hitzewellen

Viele Kirchen in der Stadt bieten mit ihren natürlich kühlen Innenräumen Zuflucht – doch nur wenige sind täglich geöffnet, und die Ressourcen sind begrenzt.

Die katholische und evangelische Kirche in Berlin und Brandenburg haben ihre Gemeinden aufgerufen, geeignete Räumlichkeiten als kühle Rückzugsorte bereitzustellen. Die Marienkirche bleibt jeden Tag geöffnet, mit einem hauptamtlichen Küster und Trinkwasser für Bedürftige. Auch die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg ist dank ehrenamtlicher Helfer ganzjährig zugänglich.

Trotz dieser Initiativen verzeichnet die Wichern-Kirche in Spandau bisher keinen verstärkten Besucherstrom von Hitzegeplagten. Nur 13 evangelische Kirchen in der Stadt haben werktags durchgehend geöffnet, einige weitere unter bestimmten Bedingungen. Finanzielle Engpässe zwingen viele Gemeinden, sich auf Ehrenamtliche zu verlassen, um ihre Türen offenhalten zu können.

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Die Opposition übt scharfe Kritik am Senat. Werner Graf von den Grünen fordert, dass klimatisierte Museen und Ausstellungshallen während extremer Hitze kostenlos zugänglich sein sollen. Tobias Schulze von der Linken wirft dem Senat vor, Kirchen und Einkaufszentren nicht ausreichend in die Bereitstellung kühler Räume einzubinden.

Angesichts begrenzter öffentlicher Kühlmöglichkeiten übernehmen Kirchen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Hitzeopfern. Doch ihre Bemühungen hängen maßgeblich von ehrenamtlichem Engagement und baulichen Vorteilen ab. Die Debatte über bessere Hitzewelle-Vorsorge geht weiter.

Quelle