23 June 2026, 18:31

Berlin plant neue Bewerbung für Olympische Spiele – doch die Kritik wächst

Und nun zu den Sportnachrichten... Berlin und die Olympischen Spiele

Berlin plant neue Bewerbung für Olympische Spiele – doch die Kritik wächst

Berlin könnte sich erneut um die Austragung der Olympischen Spiele bewerben. Aktuelle Umfragen zeigen, dass zwei Drittel der Einwohner die Idee unterstützen. Die Stadt blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte mit dem Großereignis zurück.

Ursprünglich sollte Berlin die Olympischen Spiele 1916 ausrichten. Extra dafür wurde im Grunewald das Deutsche Stadion erbaut. Doch der Erste Weltkrieg führte zur Absage der Spiele.

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1936 war die Stadt dann tatsächlich Gastgeber – eine Austragung, die später wegen ihrer Instrumentalisierung als NS-Propaganda stark kritisiert wurde. Athleten wie Jesse Owens, Ralph Metcalfe, Sohn Kee-chung und der Boxer „Rukeli“ Trollmann traten bei diesen Spielen an.

Spätere Versuche, die Olympischen Spiele nach Berlin zurückzuholen, scheiterten. Bewerbungen für die Spiele 2000 und 2004 platzten wegen organisatorischer Probleme und öffentlicher Proteste.

Nun gibt es einen neuen Anlauf. Kaweh Niroomand, ein erfahrener Eventmanager, leitet das pro-olympische Komitee im Berliner Senat. Auch Moritz van Dülmen, Chef der Kulturprojekte Berlin, ist an der Initiative beteiligt. Ihnen gegenüber steht die NOlympia-Bewegung, die vor Verkehrsproblemen, Überlastung der Infrastruktur und hohen Kosten warnt.

Befürworter sehen in den Spielen eine Chance, Berlin weltweit in Szene zu setzen. Kritiker argumentieren, dass die praktischen Herausforderungen die Vorteile überwiegen könnten. Während die Debatte weitergeht, prüfen die Verantwortlichen die nächsten Schritte.

Quelle