16 April 2026, 20:30

Anwohner kämpfen um Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers

Stadteingangsschild des City Malls mit der Aufschrift "City Mall jetzt geöffnet" mit umliegender Vegetation, Menschen, einem Auto und einem bewölkten Himmel.

Anwohner kämpfen um Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers

Anwohner versammelten sich diese Woche bereits zum sechsten Mal zu einer Protestkundgebung, um die Wiedereröffnung des Südstadt-Centers zu fordern. Das Einkaufszentrum war im Februar geschlossen worden, nachdem Prüfer schwere Brandschutzmängel festgestellt hatten. Trotz wachsender Verärgerung haben die Stadtverantwortlichen bisher weder einen Termin für eine mögliche Wiedereröffnung genannt noch bestätigt, ob das Center überhaupt jemals wieder Kunden empfangen wird.

Die Schließung war unvermeidlich geworden, nachdem die Behörden gravierende Brandgefahren im Gebäude identifiziert hatten. Seither häufen sich die Probleme: So wurde der Strom abgestellt, nachdem der Eigentümer die Rechnungen nicht beglichen hatte. Zudem nahm die Vandalismuswelle zu – erst kürzlich wurden Diebe dabei ertappt, wie sie Kupferkabel aus den leeren Räumlichkeiten stahlen.

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Der Protestorganisator Daniel Mahler kritisierte das Vorgehen der Stadt scharf und stellte deren Prioritäten sowie mangelnde Transparenz infrage. Währenddessen besuchte Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt die Demonstration, konnte aber keine baldige Wiedereröffnung zusagen. Er zeigte zwar Verständnis für die Sorgen der Bürger, betonte jedoch, dass zunächst die Sicherheitsmängel behoben werden müssten.

Hinter den Kulissen arbeitet mittlerweile ein Mitarbeiter daran, Investoren für eine mögliche Neuauflage des Centers zu gewinnen. Falls die Rettung des bestehenden Gebäudes scheitert, hat sich ein potenzieller Geldgeber bereit erklärt, in der Nähe einen kleineren Ersatzneubau zu errichten. Die Stadt hat zudem zugesagt, innerhalb weniger Tage die 35 Fragen zu beantworten, die die Protestgruppe eingereicht hat.

Das Südstadt-Center bleibt vorerst geschlossen, während die Verantwortlichen über die Zukunft des Standorts beraten. Investoren prüfen unterdessen Alternativen – darunter auch eine verkleinerte Version auf einem anderen Grundstück. Die Anwohner jedoch geben nicht nach und fordern weiter Antworten, während die Stadt ihre Stellungnahme zu den Forderungen vorbereitet.

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