83-Jährige kämpft seit 50 Jahren für sozialen Wohnraum in Koblenz
Eine 83-jährige Kämpferin für soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum ist für ihr jahrzehntelanges Engagement in Koblenz geehrt worden. Christine Holzing, gelernte technische Assistentin, setzt sich seit über 50 Jahren für Gleichberechtigung, gemeinschaftliches Wohnen und lokale Demokratie ein. Ihre Verdienste wurden kürzlich bei einer Veranstaltung der SPD im Ortsverein Südliche Innenstadt gewürdigt.
Holzing begann ihren öffentlichen Einsatz 1989, als sie in den Koblenzer Stadtrat gewählt wurde. Bis 1994 trieb sie in dieser Funktion Politiken voran, die den Zugang zu Wohnraum und soziale Absicherung verbesserten. In dieser Zeit gründete sie zudem mit den Verein Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz, der sich für gemeinschaftliche Wohnformen einsetzt.
Ihre Initiativen führten zum ersten Mietwohnprojekt in der Boelckestraße 25, das dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schuf. Später unterstützte sie die Gründung des Mietervereins Moselbogen, der Mieterinnen und Mietern mehr Mitspracherecht in Wohnfragen verschaffte. Über das Thema Wohnen hinaus half Holzing, das Horchheimer Kinderbetreuungszentrum in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aufzubauen.
1992 ins Leben rief sie die Koblenzer Fraueninitiative für die Lokale Agenda 21, die sich auf Nachhaltigkeit und Gleichstellung konzentriert. Im Laufe der Jahre wurde ihr Wirken mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz und dem Koblenzer Bürgerpreis. Zuletzt ehrte sie die SPD für mehr als ein halbes Jahrhundert Parteimitgliedschaft.
Hozings langjähriges Engagement hat in Koblenz bleibende Spuren hinterlassen. Ihre Projekte haben Wohnmöglichkeiten geschaffen, die Gemeinschaft gestärkt und soziale Gerechtigkeit vorangebracht. Die Anerkennung durch die SPD unterstreicht ihren anhaltenden Einfluss auf die lokale Politik und den Aktivismus.






