14. Dezember: Warum die Schneekugel heute ihren eigenen Feiertag hat
Wibke Weitzel14. Dezember: Warum die Schneekugel heute ihren eigenen Feiertag hat
14. Dezember: Tag der Schneekugel – ein Fest für die winterliche Dekoration
Der 14. Dezember ist der Tag der Schneekugel, ein jährliches Fest zu Ehren des beliebten Winterdekors. Das Datum wurde bewusst in die vorweihnachtliche Zeit gelegt, um die festliche Stimmung zu unterstreichen. Zwar sind die genauen Ursprünge der Schneekugel nicht geklärt, doch ihr Zauber fasziniert seit Jahrhunderten.
Einer der frühesten Vorläufer der modernen Schneekugel entstand 1572 im Auftrag von Leonhard Thurneysser. Das Gerät bestand aus einer Glaskugel mit Wasser und winzigen Partikeln, die beim Schütteln Schneefall imitieren sollten. Jahrhunderte später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, ließ Erwin Perzy das "Glasgefäß mit Schneeeffekt" patentieren – und prägte damit die Version, die wir heute kennen.
Eine typische Schneekugel besteht aus einer versiegelten, durchsichtigen Kugel, gefüllt mit Wasser, Miniaturfiguren und weißen oder glitzernden Partikeln. Meist wird Leitungswasser verwendet, doch destilliertes oder deionisiertes Wasser beugt Trübungen und Algenbildung vor. Ein Tropfen Glycerin verlangsamt den Fall der Partikel und erzeugt einen natürlicher wirkenden Schneeeffekt.
Deutschland erklärte den 14. Dezember 2020 offiziell zum nationalen Tag der Schneekugel. Die Idee stammte von Sven Giese, dem Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt". Obwohl das Wasser in der Kugel ungiftig ist, sollte es nicht getrunken werden.
Der Tag der Schneekugel würdigt eine schlichte, doch zeitlose vorweihnachtliche Tradition. Der Feiertag lädt dazu ein, das handwerkliche Können hinter diesen Dekostücken zu schätzen. Und obwohl ihre Geschichte Jahrhunderte zurückreicht, ist ihre Faszination bis heute ungebrochen.






