21 March 2026, 08:27

1&1 baut sein Mobilfunknetz aus – doch die Konkurrenz bleibt weit voraus

Zwei Mobilfunkmasten mit Antennen stehen zwischen Bäumen und Drähten vor einem klaren blauen Himmel.

1&1 baut sein Mobilfunknetz aus – doch die Konkurrenz bleibt weit voraus

1&1 baut sein viertes Mobilfunknetz in Deutschland stetig aus

Das vierte Mobilfunknetz Deutschlands, betrieben vom Telekommunikationsanbieter 1&1, hat seit seinem Start im Dezember 2023 kontinuierliche Fortschritte gemacht. Das Unternehmen betreibt mittlerweile über 2.000 Standorte mit Mobilfunkmasten, liegt damit aber noch weit hinter den drei etablierten Netzbetreibern des Landes zurück. Geschäftsführer Ralph Dommermuth bestätigte, dass es keine Pläne für einen Verkauf des Geschäftsbereichs gebe.

1&1 hatte zwar bereits 2019 Frequenzlizenzen ersteigert, sah sich jedoch mit erheblichen Verzögerungen konfrontiert. Lieferkettenprobleme bei Partnern bremsten den Ausbau in der Anfangsphase aus, sodass bis Anfang 2023 erst fünf Standorte aktiv waren – deutlich unter der von der Regulierungsbehörde gesetzten Zielmarke von 1.000. Bis Ende 2023 wuchs das Netz jedoch auf 2.054 betriebsbereite Standorte an.

Seither hat das Unternehmen die Expansion beschleunigt und baut vierteljährlich etwa 300 neue Standorte aus. Dieses Tempo soll sich auch 2024 fortsetzen. Zwar deckt das Netz von 1&1 mittlerweile über 27 Prozent der deutschen Haushalte ab, doch wechseln Kunden automatisch in das Netz von Vodafone, sobald das 1&1-Signal nicht verfügbar ist.

Trotz des Wachstums bleibt die Netzabdeckung von 1&1 im Vergleich zu den Mitbewerbern gering. Vodafone etwa betreibt über 27.000 Mobilfunkmasten, während die Deutsche Telekom und Telefónica jeweils zwischen 28.000 und 36.500 Standorte verwalten. 1&1 strebt an, bis 2030 mehr als 50 Prozent der Haushalte zu versorgen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Obwohl das Netz von 1&1 weiter wächst, ist das Unternehmen nach wie vor auf Roaming-Vereinbarungen angewiesen, um Versorgungslücken zu schließen. Ein Verkauf des Geschäftsbereichs wurde ausgeschlossen – Dommermuth betonte, es habe keine Gespräche mit potenziellen Käufern wie Telefónica gegeben. Weitere Expansion hängt davon ab, die aktuelle Rate bei der Inbetriebnahme neuer Standorte beizubehalten.

Quelle